- Terminal als Administrator öffnen.
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealthrepariert die Vorlage.sfc /scannowersetzt beschädigte Systemdateien aus dieser Vorlage.- Neu starten,
sfc /scannowein zweites Mal. Meldet es keine Verletzungen mehr, ist die Reparatur durch. chkdsk C: /scanprüft das Dateisystem, ohne Neustart. Bei Verdacht auf eine sterbende Platte gehört dieser Schritt stattdessen ganz an den Anfang, siehe unten.
DISM oder SFC zuerst?
Erst DISM, dann SFC. Microsoft schreibt es auf seiner Hilfeseite zur Systemdateiprüfung selbst: „Sie sollten DISM ausführen, bevor Sie die Systemdateiprüfung ausführen.“ DISM stellt die Dateien bereit, aus denen SFC danach repariert.
Es gibt eine berechtigte Gegenposition: Als schnelle Prüfung darf SFC auch allein laufen, Microsoft nennt sfc /scannow dafür ausdrücklich. Meldet es keine Integritätsverletzungen, bist du fertig. Findet es etwas und kann es nicht reparieren, ist DISM dran, danach SFC noch einmal.
Warum DISM vor SFC gehört
Windows bewahrt im Ordner C:\Windows\WinSxS eine Referenzkopie seiner Systemdateien auf, den Komponentenspeicher. SFC vergleicht jede geschützte Datei mit dieser Kopie und ersetzt, was abweicht.
Ist der Komponentenspeicher selbst beschädigt, kopiert SFC aus einer kaputten Quelle. Es meldet dann, dass es Dateien nicht reparieren konnte, oder es „repariert“ und die Fehler kommen beim nächsten Lauf wieder. DISM prüft und repariert genau diese Vorlage. Deshalb kommt DISM zuerst.
Löschen DISM und SFC meine Dateien?
Nein. Deine eigenen Dateien und Programme fassen DISM und SFC nicht an. Sie arbeiten ausschließlich an Windows-Systemdateien. chkdsk C: /scan prüft das Dateisystem im laufenden Betrieb. Kleinere Fehler kann Windows dabei selbst beheben, alles andere meldet es nur. Die einzige Situation, in der du vorher sichern solltest: wenn der Datenträger selbst verdächtig ist, siehe Verdacht auf eine defekte Platte.
Vorbereitung
- Als Administrator: Win+X → „Terminal (Administrator)“. Ohne Adminrechte bricht SFC mit einem Hinweis ab, DISM mit Fehler 740.
- Ausstehenden Neustart erledigen: Wartet ein Update auf den Neustart, scheitert DISM häufig. Erst neu starten.
- Einige Gigabyte frei: RestoreHealth lädt Ersatzdateien herunter und entpackt sie. Bei knappem Speicher kommt Fehler 0x70 bzw. 0x80070070.
- Internet: Standardmäßig holt DISM die Ersatzdateien über Windows Update. Ohne Verbindung siehe Reparatur aus einer ISO.
Schritt 1: DISM
DISM hat drei Stufen. Für eine Reparatur reicht die letzte. Die ersten beiden sind nützlich, wenn du erst wissen willst, ob überhaupt etwas kaputt ist.
| Befehl | Was er tut | Dauer |
|---|---|---|
/CheckHealth | Liest nur, ob Windows den Speicher bereits als beschädigt markiert hat. Prüft selbst nichts. | Sekunden |
/ScanHealth | Prüft den ganzen Komponentenspeicher, verändert nichts. | einige Minuten |
/RestoreHealth | Prüft und ersetzt beschädigte Teile. | 5 bis 30 Minuten, auf alten Festplatten länger |
DISM /Online /Cleanup-Image /CheckHealth
DISM /Online /Cleanup-Image /ScanHealth
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth
DISM hängt bei 20 % oder 62,3 %
DISM verharrt oft minutenlang bei einem Wert, typisch zwischen 20 und 70 Prozent. Besonders häufig berichten Nutzer von 62,3 %. Das ist normal. Abbrechen hilft nicht, nur warten.
Ob DISM noch arbeitet, siehst du in einem zweiten PowerShell-Fenster: Der folgende Befehl zeigt die letzten Zeilen des Protokolls und hängt neue an, sobald sie geschrieben werden. Beenden mit Strg+C.
Get-Content C:\Windows\Logs\CBS\CBS.log -Tail 10 -Wait
Was DISM meldet
Es wurde keine Komponentenspeicherbeschädigung erkannt.
Die Vorlage ist in Ordnung. Weiter mit SFC.
Die Komponentenspeicherbeschädigung wurde repariert.
Genau dafür lief der Befehl. Weiter mit SFC.
Fehler 0x800f081f: Die Quelldateien wurden nicht gefunden
Fehler: 0x800f081f – Die Quelldateien wurden nicht gefunden.
DISM konnte keine intakten Ersatzdateien beschaffen. Das passiert, wenn Windows Update selbst nicht funktioniert, eine Firmenrichtlinie es sperrt oder keine Verbindung besteht. Fehler 0x800f0906 bedeutet meist dasselbe. Die Lösung ist eine Windows-ISO als Quelle.
Reparatur aus einer ISO (/Source und /LimitAccess)
- Die Windows-ISO in derselben Version und Sprache wie das installierte System von Microsoft herunterladen (Windows 11 oder 10, „Datenträgerabbild“).
- Die ISO per Doppelklick einbinden. Sie bekommt einen Laufwerksbuchstaben, hier
E:. - Nachsehen, welche Nummer (Index) zu deiner Edition gehört:
DISM /Get-WimInfo /WimFile:E:\sources\install.wim
Liegt im Ordner sources keine install.wim, sondern eine install.esd, den Dateinamen entsprechend ersetzen. Dann mit dem Index deiner Edition, etwa 6 für Pro:
DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth /Source:wim:E:\sources\install.wim:6 /LimitAccess
Bei einer ESD-Datei heißt es /Source:esd:E:\sources\install.esd:6. /LimitAccess verhindert, dass DISM es trotzdem über Windows Update versucht.
Schritt 2: SFC
sfc /scannow
Dauert je nach Rechner zwei bis zwanzig Minuten, mit SSD eher kürzer. SFC prüft alle geschützten Systemdateien und ersetzt beschädigte aus dem Komponentenspeicher, der jetzt intakt ist.
Wer nur nachsehen will, ohne etwas zu verändern, nimmt sfc /verifyonly.
Was SFC meldet
Der Wortlaut unterscheidet sich je nach Windows-Version leicht. Sinngemäß gibt es vier Meldungen:
Der Windows-Ressourcenschutz hat keine Integritätsverletzungen gefunden.
Alles in Ordnung. Wenn das Problem trotzdem besteht, liegt es nicht an beschädigten Systemdateien.
Der Windows-Ressourcenschutz hat beschädigte Dateien gefunden und erfolgreich repariert.
Neu starten, danach sfc /scannow noch einmal. Manche Reparaturen werden erst beim Neustart wirksam. Meldet der zweite Lauf keine Verletzungen, ist die Reparatur abgeschlossen.
Der Windows-Ressourcenschutz hat beschädigte Dateien gefunden und konnte einige der Dateien nicht reparieren.
Zuerst prüfen, ob DISM vorher wirklich ohne Fehler durchgelaufen ist. Wenn nicht, DISM wiederholen, notfalls mit ISO als Quelle. Welche Dateien betroffen sind, steht in C:\Windows\Logs\CBS\CBS.log. Wie du sie liest und was du je nach Befund tust, steht im Ratgeber „SFC konnte einige Dateien nicht reparieren“: CBS.log lesen.
Der Windows-Ressourcenschutz konnte den angeforderten Vorgang nicht ausführen.
Meist wartet ein Neustart, oder der Dienst „Windows Modules Installer“ (TrustedInstaller) ist deaktiviert. Neu starten und erneut versuchen. Hilft das nicht, SFC im abgesicherten Modus starten.
Schritt 3: CHKDSK
DISM und SFC prüfen Dateien, CHKDSK prüft das Dateisystem darunter: Verzeichniseinträge, Zuordnungen, Indizes.
chkdsk C: /scan
/scan läuft im laufenden Betrieb, ohne Neustart. Kleinere Fehler kann Windows dabei direkt beheben. Alles andere meldet es und schlägt eine Reparatur vor. Dafür braucht CHKDSK das Laufwerk exklusiv, bei C: also einen Neustart:
chkdsk C: /spotfix
CHKDSK fragt, ob die Prüfung beim nächsten Start laufen soll. Mit J bestätigen und neu starten. /spotfix repariert gezielt nur die gefundenen Stellen und ist deshalb meist in Sekunden durch.
Das oft empfohlene chkdsk C: /r liest zusätzlich jeden Sektor. Auf großen Festplatten dauert das Stunden, auf SSDs bringt es praktisch nichts. Es ist nur sinnvoll, wenn eine herkömmliche Festplatte Lesefehler zeigt.
Die Ausnahme: Verdacht auf eine defekte Platte
chkdsk /scan. DISM und SFC schreiben viele Dateien, und auf einer sterbenden Platte geht dabei mehr kaputt, als repariert wird.Wie lange dauern DISM, SFC und CHKDSK?
| Befehl | Typische Dauer |
|---|---|
DISM /CheckHealth | Sekunden |
DISM /ScanHealth | einige Minuten |
DISM /RestoreHealth | 5 bis 30 Minuten, auf alten Festplatten länger; steht oft minutenlang bei einem Prozentwert |
sfc /scannow | 2 bis 20 Minuten, mit SSD eher kürzer |
chkdsk C: /scan | meist wenige Minuten, im laufenden Betrieb |
chkdsk C: /spotfix | meist Sekunden, läuft beim Neustart |
chkdsk C: /r | auf großen Festplatten Stunden |
Die Werte sind Erfahrungswerte. Wie lange es bei dir dauert, hängt vom Datenträger, von der Größe des Komponentenspeichers und davon ab, wie viel kaputt ist.
Wenn nichts davon hilft
- Die Fehler kommen immer wieder: Wenn SFC nach erfolgreicher Reparatur beim nächsten Lauf erneut Verletzungen findet, liegt die Ursache oft in der Hardware, häufig im Arbeitsspeicher. Windows-Speicherdiagnose:
mdschedausführen, Neustart bestätigen. - DISM scheitert auch mit ISO-Quelle: Dann ist ein Inplace-Upgrade der nächste Schritt.
setup.exeaus der eingebundenen ISO im laufenden Windows starten und „Persönliche Dateien und Apps behalten“ wählen. Windows wird neu aufgespielt, Programme und Daten bleiben. Alle Stufen bis dorthin: Windows reparieren ohne Neuinstallation. - Windows startet gar nicht mehr: Dann laufen DISM und SFC nur aus der Wiederherstellungsumgebung heraus, mit anderen Parametern (
/Image:statt/Online). Das ist ein eigenes Thema.
Quellen
- Microsoft Support: Verwenden der Systemdateiprüfung (DISM vor SFC, die Meldungen von SFC)
- Microsoft Learn: Repair a Windows Image (CheckHealth, ScanHealth, RestoreHealth, /Source, /LimitAccess; englisch)
Dieselben Befehle, in derselben Reihenfolge
Alles oben geht von Hand, ohne dass du etwas kaufen musst. Das Windows-Reparatur-Tool UCE führt dieselben Befehle in derselben Reihenfolge aus, liest danach die Protokolle von DISM und SFC aus und zeigt dir das Ergebnis im Klartext. Vor Eingriffen in den Komponentenspeicher legt es einen Wiederherstellungspunkt an, sofern die Systemwiederherstellung eingeschaltet ist. Windows erlaubt davon höchstens einen pro 24 Stunden.
Kostenlos: die Diagnose, also DISM-Prüfung, SFC im Nur-Lesen-Modus und Datenträgerprüfung, dazu einmal ein kompletter Reparaturlauf zum Ausprobieren. Pro, einmalig 29 €: die Reparatur, so oft du sie brauchst.